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Frauen, die besseren Anleger?

Ruhe und Gelassenheit – das sind die herausragenden Attribute, mit denen sich Frauen als die besseren Anleger profiliert haben.
Sie verzichten weitgehend auf die häufige Umschichtung ihrer Depots, zeigen Ausdauer und bleiben länger als ihre männlichen Kollegen bei einer Strategie.

Mit dieser Vorgehensweise erzielen Frauen, einer Studie der ­US-Tradingwebseite SigFig folgend oft die besseren Anlageerfolge. Das Portal überprüfte dazu 2,5 Millionen Aktiendepots, deren Gesamtwert bei 350 Milliarden Dollar liegt. Dem Ergebnis entsprechend sind Frauen die besseren Anleger:

  • 2014 erzielten sie um 4,7% höhere Gewinne.
  • Männliche Marktteilnehmer kamen mit 4,1% auf 15 Prozentpunkte weniger.

Die Hintergründe zum Ergebnis

Anlegerinnen stellen in der Praxis mehr Fragen zu Finanzdingen und brauchen länger, um Vertrauen zu ihren Beratern oder strategischen Vorgehensweisen aufzubauen. Dieses Zögern zeigt sich letztendlich als Vorteil der Frauen, sind sie erst einmal von einer Strategie überzeugt, bleiben sie dieser auch langfristig treu. Damit unterscheidet sich die Frau als Anleger nicht wesentlich von ihrem männlichen Gegenstück: Jeder Investor, der sein Anlageinstrument versteht, kann auch in Extremsituationen gelassen bleiben. Der Studie folgend neigen weibliche Anleger bei fallenden Notierungen weniger zur Panik, bei einer Hausse lassen die wenigsten Anlegerinnen emotionale Gier erkennen.

Frauen sind im Anlageverhalten vorbildlich diszipliniert

Weibliche Marktteilnehmer schwören mehr auf   Diversifikation als männliche Akteure, sie investieren gerne passiv und nehmen von riskanter Auswahl einzelner Aktien Abstand. Anlegerinnen bauen ihre Strategien nicht auf Prognosen auf, sie lassen sich in Börsenangelegenheiten auch nicht von Trends leiten. Als Anleger zeigen Frauen gerne langen Anlagehorizont, sie bleiben vorzugsweise   langfristig bei einer einmal beschlossenen Investmentstrategie.

Männer sind hingegen auf dem Börsenparkett oft als Jäger unterwegs, sie jagen nach Insiderinformationen und den daraus resultierenden lukrativen Renditen. Wenn Männer als Anleger erfolgreich sind, zeigen sie ihre „Beute“ stolz im Freundeskreis. Frauen bleiben in diesen Momenten deutlich diskreter und arbeiten auf lange Sicht kostengünstiger, weil sie ihre Portfolios viel seltener umschichten.

Fazit

Frauen beweisen durch Ihr Anlageverhalten, dass passives Investieren langfristig höhere Erträge bringt als aktives Handeln (Market Timing).

–> Kapitalanlage in der Praxis